DICTUM Rescue Königslutter-Digitale Kommunikationshilfen für nicht-deutschsprechende Patienten im Rettungsdienst

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Die Förderung des Vorhabens im ländlichen Raum erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (Förderkennzeichen: 2818LD007).     

Deutsches Register für Klinische Studien (ID: DRKS00016719)

Kooperationen:

Ziele

Sich über akut bestehende Symptome und Erkrankungen verständigen zu können, ist Basis einer jeden medizinischen Behandlung. Für nicht-deutschsprechende Patient*innen und ihre Behandler*innen sind Situationen des wechselseitigen Nicht-Verstehens bzw. Nicht-Verständlich-Machen-Könnens große Herausforderungen. Dies gilt insbesondere, wenn keine geeigneten Dolmetscher*innen unmittelbar verfügbar sind.

In DICTUM Rescue möchten wir mit einer digitalen Kommunikationshilfe für den präklinischen Rettungsdienst Abhilfe schaffen. Diese soll Rettungskräfte bei der Kommunikation mit ihren nicht-deutschsprachigen Patient*innen unterstützen und so die Sprachbarrieren in Situationen überwinden, in denen keine Dolmetscher*innen vorhanden sein können. Die Kommunikationshilfe wird dabei eng mit Akteur*innen im Feld entwickelt, im Rahmen einer pilotierenden, klinischen Studie eingesetzt, erprobt und evaluiert. Wir arbeiten dazu mit mehreren Rettungsdiensten im Landkreis Helmstedt zusammen.

Entwickelt wird die Anwendung im Sinne einer Aktionsforschungsintervention in enger Zusammenarbeit mit den Akteur*innen im Feld. Nach erfolgter Entwicklung wird sie im Rahmen einer klinischen Studie eingesetzt und erprobt. Die klinische Studie ist als offene interventionelle, nicht-randomisierte Studie mit zwei Kontrollgruppen angelegt (Kontrollgruppe I: nicht-deutschsprechende Patient*innen, die die Kommunikationshilfe nicht nutzen; Kontrollgruppe II: deutschsprechende Patient*innen, die die Kommunikationshilfe nicht nutzen; Interventionsgruppe: nicht-deutschsprechende Patient*innen, die die Kommunikationshilfe nutzen). Primäres Outcome ist die Verbesserung der Verständigung mit nicht-deutschsprechenden Patient*innen in medizinischen Notfallsituationen. Sekundäres Outcome ist die Verbesserung der Informationserhebung bei diesen Patient*innen. Durch Miterfassen von Gesundheitseinschränkungen kann eine Auswertung unter Berücksichtigung des Schweregrads der gesundheitlichen Einschränkungen erfolgen. Alle Daten werden dabei anonymisiert erhoben.

Kontakt

Oberarzt

Dr. med. Frank Müller, M.Sc.

Dr. med. Frank Müller, M.Sc.

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